Naturschutzgebiet Hudeeichen

Schutzstatus   NSG, bestehend
Kreis   Hochsauerlandkreis
Ort   Meschede - Freienohl
Fläche in ha   7,2000
Höhe min   270
Höhe max   350
Bewertung   regionale Bedeutung, mäßig beeinträchtigt
wertbestimmende Merkmale  

hohe strukturelle Vielfalt, gut ausgebildete Pflanzengesellschaft, wertvolles Quellgebiet, naturnahes Siekgebiet, hohe Artenvielfalt, wertvolle Grünlandfläche, RL Pflanzenarten, Biotopkomplex gut ausgebildet, RL Tierarten-Brutvögel

Gefährdung   Zerschneidung durch Straßenbau
Maßnahmen-
vorschläge
  Erhaltung von Althölzern, extensive Grünlandbewirtschaftung, Beweidung, Erhaltung des Kleinreliefs, Beschränkung der Düngung, extensive Grünlandbewirtschaftung, Beweidung, Erhaltung des Kleinreliefs, Erhaltung der Landschaftsstrukturen, keine Fischteichanlage

Gebietsbe-
schreibung
 
Flacher, von Bachrinnen (Siepen) durchzogener Hang. Das vorherrschende Grünland wird von zahlreichen alten, intakten Solitäreichen durchsetzt, die den Weiden einen parkartigen Charakter verleihen. Am Südostrand des Gebietes, entlang der Haupt-Bachrinne ist ein dichter Gehölzstreifen ausgebildet. Fast 50 % der Gebietsfläche werden von Fettweiden eingenommen, die stellenweise von dichten Adlerfarnherden durchsetzt werden. An den exponierten Hangschultern der Erosionsrinnen gehen sie in kleinflächige Magerweiden über. Die schmalen, versumpften Talsohlen der Tälchen besitzen Nassweiden, die teilweise von Quellzonen durchsetzt werden. Sickerquellen, teilweise mit Torfmoosen durchsetzt, sind besonders am Talschluss ausgebildet. Am nordöstlichen Gebietsrand durchstroemt der kleine Bach einen Weidetümpel. Beidseitig der Haupt-Bachrinne im Bereich des Magergruenlandes und der Nassweiden befindet sich ein individuenreicher Bestand des Gefleckten Knabenkrautes mit über 600 blühenden Exemplaren. Im nordwestlichen Randbereich des Gebietes befand sich zum Begehungszeitpunkt ein Erdmassenlager in Zusammenhang mit einer benachbarten Baustelle. Im Gebiet kommen folgende Biotoptypen vor: - Magerweiden - Nass- u. Feuchtweiden, -Helokrene mit Quellflur, -Naturnaher Bachoberlauf im Mittelgebirge.
 
Schutzziele   gemäß LG Paragraph 20 - Erhaltung eines regional bedeutsamen, überwiegend extensiv genutzten Grünlandkomplexes mit hoher struktureller Vielfalt, wertvolles Quellgebiet, Rote-Liste -Tier- und Pflanzenarten
 
Pflanzen   Rosa canina, Populus tremula, Betula pendula, Crataegus spec., Carpinus betulus, Frangula alnus, Alnus glutinosa, Sambucus nigra, Lonicera periclymenum, Quercus robur, Ranunculus repens, Taraxacum officinale agg., Holcus lanatus, Achillea millefolium, Anthoxanthum odoratum, Veronica persica, Plantago lanceolata, Trifolium pratense, Bellis perennis, Anthriscus sylvestris, Pteridium aquilinum, Trifolium repens, Potentilla anserina, Lolium perenne, Cirsium arvense, Poa trivialis, Ranunculus flammula, Glyceria fluitans, Equisetum fluviatile, Veronica beccabunga, Stellaria alsine, Juncus effusus, Dactylorhiza maculata, Myosotis scorpioides, Lychnis flos-cuculi, Ranunculus flammula, Ajuga reptans, Cardamine amara, Equisetum fluviatile, Caltha palustris, Galium palustre, Lysimachia nemorum, Lathyrus pratensis, Carex canescens, Lotus uliginosus, Lysimachia vulgaris, Sphagnum spec., Juncus acutiflorus, Carex nigra, Viola palustris, Juncus articulatus, Ranunculus acris, Veronica beccabunga, Achillea ptarmica, Montia fontana, Cirsium palustre, Carex demissa, Hieracium pilosella, Galium saxatile, Potentilla erecta, Cynosurus cristatus, Danthonia decumbens, Agrostis capillaris, Plantago media, Anthoxanthum odoratum, Genista tinctoria, Festuca rubra, Luzula campestris, Nardus stricta, Lathyrus linifolius, Pedicularis sylvatica, Polygala vulgaris, Dactylorhiza maculata
 
Tiere

 

  Baumpieper, Neuntöter
Neuntöter
 

Literatur: LÖBF, Stand 31. 12. 2000