Purpurrot in der Giesmecke
Purpurrot in der Giesmecke   Purpurrot in der Giesmecke

Zurzeit blüht es purpurfarbig im Bereich des Küppels Richtung Giesmecke. Auf den Kahlschlägen und Waldlichtungen, von Kyrill, im Januar 2007 verursacht, hat sich der Rote Fingerhut angesiedelt. Die Flächen sind übersät mit der Pflanze.
Der Rote Fingerhut wurde 2007 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Er kommt nur auf kalkarmen Böden vor. Hier macht sich wieder der jahrelange "Saure Regen" bemerkbar, der vielen Pflanzen schadet aber auch einigen zugute kommt. Der Rote Fingerhut ist überwiegend in den Mittelgebirgen anzutreffen, deshalb im Norden und im Süden in weiten Landstrichen fehlend. Die Form der Blüte erinnert an einen Fingerhut-Name lat. digitus = Finger.
Der Fingerhut ist in allen Bestandteilen hochgiftig. Bereits der Verzehr von zwei Blättern kann zu einer tödlichen Vergiftung führen. Digitalis-Glykoside werden in der modernen Pharmazie für Kreislauf-Medikamente genutzt.


Fotos und Bericht: Manfred Schröer