Marienkäfernachwuchs
An den Brennnesseln zeigt sich das Ergebnis, worüber Manfred Schröer am Pfingstsonntag für freienohler.de berichtet hat. - Frühlingsgefühle bei den Marienkäfern. Bei den Marienkäfern ist der Nachwuchs dabei sich von der Larve (siehe Foto) in den Käfer zu verwandeln. In diesem Jahr gibt es reichlich Nachwuchs bei ihnen.

Der Marienkäfer genießt ein hohes Ansehen als Glücksbringer. Marienkäfer dürften neben dem Maikäfer bei uns die bekanntesten aller Käfer überhaupt sein. Auch im Garten sind sie als ausgesprochene Blattlausjäger gern gesehen. Bis zu 400 Blattläuse frisst eine einzige Larve bis zur Verpuppung. Da ein Weibchen mehrere hundert Eier legen kann, können Marienkäfer erheblich zur Reduzierung von Blattläusen bei Massenvermehrung beitragen. Deshalb werden sie auch als "biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel" gezüchtet und gezielt ausgesetzt. Sowohl die Käfer als auch die ebenfalls in der Färbung variierenden Larven sind "Freunde der Gärtner". Bei Bedrohung (auch wenn man sie in die Hand nimmt) stellen sich die Tiere tot.
Bei den Maienkäfern gibt es im Aussehen eine Vielgestaltigkeit. Es treten 2 Grundtypen auf: Rote Tiere mit schwarzen Flecken auf den Flügeldecken und schwarz-weiß geflecktem Halsschild sowie schwarze Tiere mit meist 2-3 roten Punkten auf den Flügeldecken; Halsschild schwarz mit hellem Saum. Der schwarze Grundtyp ist äußerst variabel und tritt in sehr vielen Formen auf.
Die Käfer überwintern häufig in Gebäuden. Marienkäfer können maximal drei Jahre alt werden. Auf der Welt gibt es rund 4000 verschiedene Marienkäfer-Arten. Bei uns in Europa kommen aber gerade mal 100 verschiedene Arten vor, in Deutschland sind es etwa 80 Arten.

Bericht und Foto: Manfred Schröer