Nutzungsvertrag für „Haus der Musik“ unterschrieben
     

Pfarrer Michael Hammerschmidt besiegelt mit seiner Unterschrift den Nutzungsvertrag zum Haus der Musik
  Am Mittwoch, 24. Februar besiegelte Pfarrer Michael Hammerschmidt mit seiner Unterschrift den Nutzungsvertrag zum Haus der Musik. Vorausgegangen war ein langes Baugenehmigungsverfahren zur Nutzungsänderung im Obergeschoss des ehemaligen Schwesternhauses in Proberäume für die örtlichen Musikvereine. Im Genehmigungsverfahren waren u. a. ein Schallschutz- sowie ein Brandschutz- gutachten zu erstellen. Die Baugenehmigung wurde Anfang November durch die Stadt Meschede erteilt.

 

Nun haben das Tambourcorps der Kolpingfamilie und der Musikverein Freienohl mit der Kath. Kirchengemeinde St. Nikolaus, vertreten durch den Kirchenvorstand, den über 20 Jahre laufenden Nutzungsvertrag unterschrieben. Die Bauarbeiten werden in Kürze beginnen.
     
Auf den insgesamt zur Verfügung stehenden 320 Quadratmetern Nutzfläche sollen fünf verschiedene Proberäume entstehen. Der große Proberaum (Gesamtproben) soll zukünftig Platz für bis zu 60 Musiker bieten. Diverse Nebenräume wie der Eingangsbereich mit Garderobe und Putzmittelraum, Gesellschaftsbereich, Besprechungszimmer, zwei Abstellräume und WC-Anlage ergänzen das Gesamtkonzept.

Beide Musikvereine loben die große Unterstützung der katholischen Kirchengemeinde, des Pfarrers Michael Hammerschmidt und des Gemeindeverbandes der katholischen Kirchengemeinde Hochsauerland-Waldeck, bei diesem Projekt. Jetzt sind die Mitglieder beider Vereine bei dem Umbau gefordert. Die Materialkosten für den Umbau belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf rund 60.000 Euro. „Die Arbeitsdurchführung geschieht in reiner Eigenleistung“, erklärt Klaus Höhmann, der als Architekt dieses Projekt planerisch und bautechnisch vorbereitet hat und weiter begleiten wird.
 
Die Musikerinnen und Musiker werden in den nächsten Monaten ihre Musikinstrumente öfters gegen Hammer, Schaufel und andere Werkzeuge tauschen müssen, denn ca. 1.500 Arbeitsstunden sind von den Musikern in ihrer Freizeit zusätzlich zu leisten um ihren Traum vom Musikhaus zu realisieren. Dabei dürfen die wöchentlichen Musikproben nicht vernachlässigt werden.
 
Die ersten Bauarbeiten sind im Außenbereich erforderlich. Der gesamte Eingangs- und Zufahrtsbereich muss abgeschoben werden und aufgekoffert werden, um einen behindertengerechten Zugang sowie Platz für 12 PKW-Stellflächen zu schaffen. Nachdem Heizung, Wasser und der Strom fachgerecht vom Versorgungssystem des Hauses getrennt worden sind, müssen mehrere Wände abgerissen werden. Neue Schallschutzfenster und zusätzliche Schallschutzwände in den Proberäumen werden nach den Vorgaben des Schallschutzgutachtens eingebaut, so dass die Geräuschimmissionen der Proben gem. der geltenden Vorschriften eingehalten werden.
 
Beide Musikvereine freuen sich auf ihr neues Domizil und hoffen, die Bauarbeiten im Herbst 2010 abschließen zu können.