Erste Maikäfer gesichtet
 
Maikäfer 
Manfred Schröer hat bei seinem Osterspaziergang diesen schönen Feld-Maikäfer fotografiert. Er ist ca. 3 cm groß, schokoladenbraun, Brust und Kopf schwarz und an den Seiten des Hinterleibs die charakteristische weiße Zeichnung. Einst als Plage bekämpft, ist diese bekannte Käferart heute seltener geworden. Während sie früher zu Millionen mit Pestiziden (DDT) vernichtet wurden, sind heute schon Einzelfunde in manchen Regionen Zeitungsmeldungen wert. Die Tiere werden in der Abenddämmerung aktiv; bei Massenauftreten können in einer Nacht ganze Bäume kahlgefressen werden. Eichenlaub wird bevorzugt, aber auch an Buche, Ahorn und verschiedenen Obstbäumen wird gefressen. Die Entwicklung läuft in der Erde ab. Das Weibchen legt ca. 60-80 Eier in ca. 20 cm Tiefe ab. Nach 4 Wochen schlüpfen aus den Eiern die Maikäferlarven, die Engerlinge. Diese ernähren sich von Wurzeln und wachsen in 4 Jahren auf eine Größe von bis zu 6 cm heran. Im August verpuppen sie sich; nach 4-8 Wochen schlüpfen die Maikäfer, die den Winter in der unterirdischen "Puppenwiege" verbringen. Erst im Frühling des 5. Jahres schlüpfen die Käfer, um nach der Paarung noch im gleichen Sommer zu sterben. Die Flugzeit der Maikäfer liegt zwischen Ende April und Mitte Juni.

Foto: © Manfred Schröer