| Watzkes Erinnerungen an TuRa |
![]() Auftritt im Sauerland: Hans-Joachim Watzke. Foto: dapd |
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Borussia Dortmund, schwarz-gelber Wahnsinn einer
sensationellen Fußball-Saison, wird die nächste Spielzeit in Hüsten
beginnen. Am Montag, 4. Juli, gibt es im Stadion Große Wiese den
nagelneuen BVB zu sehen: Das erste Testspiel führt die Erfolgs-Jungs von
Trainer Jürgen Klopp mit einer Hochsauerland-Auswahl zusammen. Das
Interesse ist exorbitant: Noch in dieser Woche, so erwartet Jürgen
Schulte, werden die 2.400 Tribünenkarten vergriffen sein. Schulte, ein früherer Sparkassen-Direktor, ist der
Vorsitzende von TuRa Freienohl. Sein Klub spielt in der A-Kreisliga und
ist Ausrichter des Meister-Spiels. Wie kommt der kleine Verein an den
BVB? Ganz einfach: Obmann Wolfgang Schirp, einst im Freienohler Tor,
fragte über Schulte freundlich bei Watzke an: Können Sie sich noch an
TuRa Freienohl und Wolfgang Schirp erinnern? Die Antwort des BVB-Bosses
folgte zügig. „Natürlich kann ich mich noch an den TuRa Freienohl
erinnern“, schrieb Watzke an Schulte: „Ich hoffe, dass sich der Kollege
Schirp auch noch daran erinnern kann, dass ich ihn bei unserem letzten
Spiel gegeneinander in Erlinghausen zweimal aus 25 Metern überwunden
habe“. Schirp sei „ein hervorragender Torwart“ gewesen, so Watzke in
seinem Brief, deshalb sei er „noch heute stolz“ auf diese Treffer.
Unzählige Spiele Der Mann, der Borussia Dortmund vom Beinahe-Bankrott
zur Meisterschaft steuerte, lenkte einst im Mittelfeld das Spiel von RW
Erlinghausen. Dabei gelang ihm einmal gegen Freienohl ein Tor, wie es
Jürgen Schulte in vielen Jahrzehnten bei unzähligen Spielen im Sauerland
nur einmal gesehen hat - eben von Watzke: „Der hat uns mal in der
Bezirksliga eine Ecke direkt in den Winkel gedreht.“ So wie Watzke auf anderer Ebene heute beim BVB der
Dreh- und Angelpunkt ist, so bestimmte er früher auf den sauerländischen
Fußball-Plätze das Geschehen. „Es hieß immer: Wenn du Watzke ausschalten
kannst, ist das die halbe Miete“, erinnert sich Schulte: „Wir haben zwei
Mann gegen ihn gestellt, einer war immer auf seinen Socken.“ Aber Watzke
ausschalten? „Gelungen ist es uns selten.“ Es wird ein spannendes Wiedersehen geben am 4. Juli,
das Sauerland wird mächtig in den Fokus rücken. Medien aus dem ganzen
Land werden aufkreuzen, heute Abend ist bereits ein Hamburger Sportblatt
vor Ort. „Wir sind glücklich, dass wir dieses Spiel hingekriegt haben“,
sagt Schulte. Was nicht bedeutet, dass seine Zeit gerade
ausschließlich voller Freude ist: Dieser Tage wurde eine schicke Tafel,
die das BVB-Spiel bewerben sollte, hinterrücks entwendet. TuRa Freienohl
hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung
von 500 Euro ausgesetzt.
Geschrieben von:
DerWesten.de / Klaus Theine
Mittwoch, den 22. Juni 2011
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