| Erstkommunion - Weißer Sonntag |
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Die Erstkommunion ist
heute noch in vielen Familien ein wichtiges kirchliches und privates Fest.
Ursprünglich wurde das Sakrament bereits Säuglingen anlässlich ihrer Taufe
zusammen mit der Firmung gespendet. Später bürgerte sich als Mindestalter
das 13. Lebensjahr ein; Pius X. senkte es auf das siebte Lebensjahr. Heute
empfangen in der Regel Kinder der dritten Grundschulklasse dieses Sakrament.
Wegen der Nähe zum Osterfest bevorzugte man früher den Sonntag nach Ostern,
den so genannten Weißen Sonntag, als Tag der Erstkommunion. |
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So kann auch der Tag, an dem jemand zum ersten
Mal Christi Leib empfängt, zu einem Fest werden, zumal dieser Tag gerade von
jenen Kindern sehnsüchtig erwartet wird, die es gewohnt sind, den
Gottesdienst mitzufeiern und sich darauf freuen, endlich wie die Erwachsenen
das "Heilige Brot" zu bekommen. Die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse der St. Nikolaus Grundschule Freienohl werden im Religionsunterricht und in Nachmittagsgruppen im Pfarrheim unserer Pfarrgemeinde auf diesen Tag vorbereitet. Die Kinder werden schriftlich vom Pfarrbüro zur Anmeldung eingeladen. Der Weiße Sonntag, der erste Sonntag nach Ostern, wird als Datum für die feierliche Erstkommunion erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt. Der Name leitet sich von den weißen Gewändern ab, die die Neugetauften in der Frühzeit des Christentums trugen. Als sichtbares Zeichen für das empfangene Tauf-Sakrament sollten die Gewänder die Reinigung durch das Taufwasser versinnbildlichen. Ab dem siebten Jahrhundert trugen die erwachsenen Täuflinge die weißen Kleider von Karsamstag oder dem Ostertag (dem üblichen Tauftermin) acht Tage, die so genannte "Weiße Woche", lang. Erstmals als Termin für die Erstkommunion wurde der weiße Sonntag 1673 im schweizerischen Luzern erwähnt. |
Literaturnachweis:
Westfalenpost, 26.04.2003