Lebensverhältnisse und Lebensgewohnheiten in Freienohl und Umgebung um 1850
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Eine
alte Karte zeigt
Freienohl und Umgebung |
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Das
Essen Die
Kleidung der Männer und Knaben |
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Die
Kleidung der Frauen und Mädchen |
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Zum Beheizen des Wohnraumes wurden damals noch die „Sauerländer Öfen“ gebraucht. Sie trugen über der Feuerung drei senkrecht zusammengestellte rechtwinklige Platten, von denen die vordere oft schön verziert war. Den so entstanden Ofenraum benutzte man im Winter zum Kochen. Man heizte mit „Rodeknüsten“, den Wurzelknorren gefällter Bäume. Fuderweise wurden sie geholt und vor den Häusern aufgestapelt. Steinkohle kannte man damals in Freienohl noch nicht. Abends wurde der Ofen mit Knüsten gefüllt, die Tür gut verschlossen und am anderen Morgen die noch vorhanden Glut wieder angeblasen. Im Sommer wurde auf der offenen Herdstelle gekocht, entweder auf einem Dreifuß oder an einem Längehal, an dem man die Töpfe nach Belieben hoch und niedrig hängen konnte. Am Abend wurden die glühenden Kohlen zusammengescharrt, mit Asche bedeckt und eine eiserne Kapsel darüber gestülpt. Meistens war am anderen Morgen noch Glut da. War das nicht der Fall, so holte man in einem eisernen Gefäß glühende Glut aus dem Nachbarhause. |
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Die Sauerländer Öfen dienten auch zum Backen von Brotkuchen, „Plätze“ oder „Giesecke“ genannt. Mann scheuerte zu diesem Zwecke die obere Platte des Ofens blank, fettete sie gehörig ein und legte den Teig darauf. Waren die Kuchen auf einer Seite gut gebacken, dann wurden sie abgenommen und an den Seitenwänden des Ofens weiter gebacken. Auf die obere Platte wurde neuer Teig gelegt. Die so hergestellten „Plätze“ wurden von groß und klein gegessen. |
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Literaturnachweis: Zichorienkaffee (Quelle: http://focus.msn.de) Durchgemüse |