Josef Neise - Erster Träger des Verdienstkreuzes am Bande in Freienohl
 

Josef Neise mit Bundesverdienstkreuz

Josef Neise mit Bundesverdienstkreuz

 

Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande am 27.04.1954 an Josef Neise erschien in der Westfälischen Rundschau nachfolgender Artikel:

"In einer schlichten Feierstunde wurde  dem Rentner Josef Neise, Krumme Str. 144, in Anwesenheit von Bürgermeister Pöttgen durch Amtsdirektor Pütz das Bundesverdienstkreuz überreicht. 50 Jahre lang hatte der Jubilar ohne Unterbrechung bei der Alphalint Wildshausen seine Arbeit getan und war bereits von der Werksleitung für diese treue Pflichterfüllung ausgezeichnet worden. Tagtäglich hatte Opa Neise den weiten Weg nach Freienohl zu Fuß zurückgelegt. Trotzdem erfreut er sich noch heute einer ausgezeichneten geistigen und körperlichen Rüstigkeit. Amtsdirektor Pütz wie auch Bürgermeister Pöttgen übermittelten dem Jubilar, der als erster Freienohler Bürger diese hohe Auszeichnung erhält, die herzlichsten Glückwünsche der Verwaltung und wünschten ihm und seiner Gattin noch einen gesegneten Lebensabend."

 

     
Nachfolgend die Urkunden über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes und über die Auszeichnung der IHK am 30.11.1949 in Annerkennung für seine treuen Dienste bei der Fa. Westfälische Zellstoff AG "Alphalint" Wildshausen:

Verleihungsurkunde in Anerkennung der um Staat und Volk erworbenen besonderen Verdienste verleihe ich Herrn Josef Neise das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik der Bundesrepublik Deutschland. Bonn, den 1. Mai 1954 der Bundespräsident Theodor Heuss

50 - Herrn Josef Neise - Freienohl wird in Annerkennung für seine treuen Dienste bei der Fa. Westfälische Zellstoff AG "Alphalint" Wildshausen die Ehrenurkunde verliehen. Industrie- und Handelskammer für das südöstliche Westfalen zu Arnsberg. 30.11.1949 der Präsident.


Allgemeines zu der Verleihung von Verdienstorden:

Es ist eine alte Tradition, verdiente Persönlichkeiten durch staatliche Auszeichnungen zu ehren. Am 7. September 1951 stiftete deshalb Bundespräsident Theodor Heuss den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wird an in- und ausländische Frauen und Männer für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, z. B. auch Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich. Es sind Verdienste, die in der Regel unter Zurückstellung der eigenen Interessen über einen längeren Zeitraum mit erheblichem Einsatz erbracht wurden. Eine einzelne Leistung genügt im Allgemeinen nicht.

Der Orden wird in 8 Klassen  verliehen.

  • Verdienstmedaille
  • Verdienstkreuz am Bande
  • Verdienstkreuz 1. Klasse (Steckkreuz)
  • Großes Verdienstkreuz (Halskreuz)
  • Großes Verdienstkreuz mit Stern
  • Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband
  • Großkreuz
  • Sonderstufe des Großkreuzes (nur für Staatsoberhäupter)
 

Die Verdienstmedaille

Die Verdienstmedaille ist rund und von goldener Farbe. Sie hat einen Durchmesser von 38 mm und trägt auf der Vorderseite die Abbildung des Ordenszeichens, die von einem Lorbeerkranz umgeben ist. Die Rückseite zeigt die fünfzeilige, ebenfalls von einem Lorbeerkranz umgebene Inschrift: „Für Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland“. Das Band ist 30 mm breit und hat einen schmalen gold-schwarz-goldenen Saum.

 

Das Verdienstkreuz am Bande

Das Verdienstkreuz am Bande (Herrenausführung) hat einen Durchmesser von 55 mm. Die Rückseite ist gekörnt und wird von einer schmalen Kante eingefasst. Das Band ist 30 mm breit und hat einen etwas breiteren gold-schwarz-goldenen Saum.

Bildnachweis:
Bild 1 bis 3:
Kuno Neise, Freienohl
Bild 4 und 5 sowie Beschreibung: Broschüre "Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland" entnommen