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Mist ist in Kirche
„Mist ist in Kirche. Mist ist die Kirche.“ An die Tafel der Berufsschulklasse: Landwirte schreibt der Reli-Lehrer etwa um 1990 diese Sätze. Die jungen Landwirte schütteln ihren Kopf. Sie sagen ihre Meinungen, Erfahrungen, ihr Gelerntes: „Mist ist doch nicht die Kirche. Die Kirche ist doch immer schon das Neue Volk Gottes.“ – „Die Kirche stammt doch von Jesus von Nazareth.“ – „Der mit der Qualifikation: Christus.“ – „Jesus macht doch keinen Mist. Jesus wird mal getragen von einem Pastor, einem Hirten. Und ein Hirte stolpert mal über seinen eigenen Mist.“ – „Mistbrauchs-Pastor. Missbrauch-Pastor.“ – „Der Mist liegt auf der Wiese. Die Wiese ist wie ein Bild vom Reich Gottes.“ – „Manchmal wunderschön blühend unter der strahlenden Sonne.“ – „Manchmal eingeregnet und es ist kein Mist zu sehen, kein Stolpern.“ - „Manche Menschen funktionieren wie eine Kuh auf ihrer Wiese. Plumps, ein Misthaufen.“ – „Wir sind ja noch auf der Schule, ok, schon auf der Berufs-Schule.“ – „Den Satz im Vater-Unser-Gebet. ‚Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern‘ verstehe ich nicht.“ – „Das ist auch kein Satz zum Verstehen, sondern zun nächsten menschlichen Schritt: zum Glauben.“ -
Eine Erinnerung: Phil-Theol-Studenten fragten nach dem vierten von sieben Studien-Jahren ihren Prof in Kirchengeschte: „Haben wir denn immer noch Kirchengeschichte?“ Der Prof schmunzelte: „Sie müssen den ganzen Mist in der Kirche kennenlernen. Dann bleiben Sie drinnen!“ ok, das stimmt.
Hier von 1990 bis 205 wird nicht gemeckert, sondern hier wird markiert und gemerkt.
Heinrich Pasternak, Juli 2025