Friedensgebete in Freienohl und anderswo ab Februar 2022

bleiben Daten der Geschichte

Hier die Stichworte: Friedensgebet – Vater unser- Narzissmus …

Zur Einstimmung das Zitat von Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz: „Geschichte ist der Humus, auf dem die Zukunft wächst.“

Zum Friedensgebet während des Krieges gegen die Ukraine in Freienohl in der St. Nikolaus-Kirche und auf dem Pausenhof (von der Orts-Politik so genannt). Papst Franziskus nennt diesen Krieg „unmenschlich und in Sakrileg und ein Massaker“.

Gebetet wird unterschiedlich: mal mit, mal ohne das Vater-unser-Gebet: also mal mit und mal ohne „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. Warum so unterschiedlich? Und wo mit und wo ohne? Jesus von Nazareth, also Jesus Christus hat als Erster das Vater-Unser gebetet, seinen Christen vorgebetet. Die jetzige Bibel-Einheitsübersetzung ist verständlicher und konkreter formuliert: „Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen“.

Jesus starb umsonst. Das lässt sich auch positiv gewichten: Jesus starb gratis. – Ein spannendes Buch vor 50 Jahren.

Also neu denken, neu dabei sein, neu dienen mitbeten, Dazu ein offener Herz-Einblick in Margareta von Citta di Castello. – Wikipedia usw.

Einen noch anderen Durchblick in die Notwendigkeit der Friedensgebete öffnet der Narzissmus. Sein Wahrnehmen erschließt mehr als das tägliche Sehen und Lesen in den Medien über die Kriegs-Ereignisse. Eine Informations-Hilfe zum Narzissmus ist die folgende Abschrift: Otto F. Kernberg (Hsg.): Narzissmus (2006):

Narzissmus: Merkmale der Nazistischen Persönlichkeitsstörung

Merkmal sichtbar Verdeckt / larviert

1. Selbst-

konzept

Grandiosität; Vorherrschen von Phantasien besonderen Erfolgs;

ungebrochenes Gefühl der Einzigartigkeit; Anspruchshaltung;

scheinbare Selbstgenügsamkeit

Minderwertigkeit; mürrische Selbstzweifel; ausgeprägte Neigung zu Schamgefühlen; Fragilität; unerbittliche Suche nach Ruhm und Macht; ausgeprägte Sensibilität gegenüber Kritik und realistischen Rückschlägen

2. inter-

personelle

Beziehungen

zahlreiche, aber oberflächliche Beziehungen; intensives Bedürfnis nach Zuspruch von anderen; Verachtung für andere, oftmals verdeckt durch eine Pseudodemut; Mangel an Empathie; Unfähigkeit, wirklich authentisch an Gruppenaktivitäten teilzunehmen; höhere Bewertung der Kinder gegen-über dem Partner im Familienleben Unfähigkeit, wirklich von anderen abhängig zu sein und diesen zu vertrauen; chronischer Neid auf die Fertigkeiten anderer, auf ihren Besitz und ihre Fähigkeit zu echten Objektbeziehun-gen; Missachtung von Generationsgrenzen; Missachtung der Zeit anderer Menschen; Tendenz, Briefe nicht zu beantworten

3. soziale

Anpassung

Sozial betörend; oftmals erfolgreich; beharrliche und anstrengende Arbeit, meist aber nur zu dem Zweck, Bewunderung zu erfahren („Pseudosublimierung“); ausgeprägter Ehrgeiz; besondere Betonung der äußeren Erscheinung quälende Ziellosigkeit; oberflächliches berufliches Engagement; dilettantische Einstellung; vielfältige, aber oberflächliche Interessen; chronische Langeweile; das ästhetische Empfinden ist oft künstlich und nachahmend

4. ethische

Grundsätze,

Standards

und Ideale

karikierte Bescheidenheit; geheuchelte Verachtung für Geld im Alltagsleben; idiosynkratisch oberflächliche Moralvor-stellungen; offensichtlicher Enthusiasmus für sozialpolitische Belange Große Bereitschaft, Anschauung aus eigennützigen Motiven zu ändern; pathologisches Lügen; materialistischer Lebensstil; Tendenzen zur Delinquenz; ausschweifender ethischer und moralischer Relativismus; Unehrerbietigkeit gegenüber Autoritäten

5. Liebe u.

Sexualität

Ehekrisen; kalte und gierige Verführung; außereheliche Beziehungen und Promiskuität; ungehemmtes Sexual-leben Unfähigkeit zur Liebe; eingeschränkte Fähigkeit, den Sexualpartner als getrenntes Individuum mit eigenen Interessen, Rechten und Werten zu sehen; Unfähigkeit, das Inzesttabu wirklich zu respektieren; gelegentliche sexuelle Perversionen

6. kogniti-

ver Stil

beeindruckende Kenntnisse; wirkt bestimmt und hartnäckig; oftmals auffällig artikuliert; egozentrische Wahrnehmung der Realität; Vorliebe für die Sprache; Vorliebe für jede schnelle Art, Wissen zu erlangen das Wissen ist oft auf Trivialitäten begrenzt („Schlagzeilen-Intelligenz“, „Medien-Intelligenz“); Vergesslichkeit für Details, insbesondere Namen; eingeschränkte Möglichkeit, neue Fertigkeiten zu erwerben; Tendenz, die Bedeutung der Realität zu verändern, wenn diese als Bedrohung für das Selbstwertgefühl betrachtet wird; Sprache und Sprechen werden zur Regulation des Selbstwertsystems benutzt

Machtmissbrauch: Das dynamische Wechselspiel zwischen Narzissmus und Macht wird auf der einen Seite durch die Machtgelüste des „Herrschers“ geprägt, die auf der anderen Seite durch die Unterwerfungs- und Schutzbedürfnisse der „Beherrschten“ ergänzt werden und dessen Macht überhaupt erst ermöglichen. Es gehört zu den Merkmalen von Machtbeziehungen, dass die Macht so weit wie möglich verleugnet wird, häufig von beiden Seiten. Die Mächtigen verleugnen sie, weil die Herausstellung und Bewusstwerdung der Tatsache, dass es sich um eine von Macht bestimmte Beziehung handelt, die Frage der Legitimität der Beziehung aufwirft. Aber auch derjenige, der sich der Macht unterwirft oder unterwerfen muss, neigt häufig dazu, diese Tatsache zu verleugnen, da sie seinen Narzissmus kränkt. Wer hingegen in den eigenen Reihen auf Machtstrukturen hinweist, wird in aller Regel diffamiert, er projiziere seinen eigenen Machthunger, sei „paranoid“ oder wolle das friedliche Einvernehmen in der Gruppe stören. – Ende der Abschrift.

Heinrich Pasternak, März 2022